Schreiber

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 Karl-Heinz Schreiber


Jg. 1949, wohnt in Goldbach

Kompletter Unterfranke:

- geboren in Werneck

- aufgewachsen in Eibelstadt -  http://www.eibelstadt.de/

http://www.weingut-thomashof.de/p_main.htm

 

    

     Das Stadtschreiberhaus

 

- gebildet in Würzburg (Germanistik, Anglistik)

- beruflich in Hösbach

Freistil- & LyRocK-Poet, Hinausgeber & Rezensent
"The restless wanderer between underground & eternity!"

   Pflegt die Kulturachse Unterfranken - Frankfurt als Initiator zweier PoetenStammTische (PoeStA seit Okt. 2007 - OPST/Ffm, seit März 1997) und arbeitet an seiner Idee eines POETRY-NETWORK. Sein Heim nennt er 'Freudenhaus der Poesie' (FdP).

   Mitglied u.a. VS (ver.di), AVF (Autoren-Verband Franken), Max-Dauthendey-Gesellschaft,

Leonhard-Frank-Gesellschaft, Frankenbund, Fränkischer Bund
IGdA (InteressenGemeinschaft deutschsprachiger Autoren)

Seit Herbst 2008 1. Vorsitzender des AVF

 

Zahlreiche Lesungen, Messeteilnahmen & Performance-Auftritte.
   Herausgeber u.a. der Anthologie 'Sisyphosiaden im idyllischen Ghetto' - 'joyce 'n' beuys' (Funthology 4) & von

KULT - Unser aller Poesy-Chaotycum
   KHS veröffentlicht seit 1968 in eigenen Publikationen - bei diversen Kleinverlagen oder in seiner eigenen Publikations-Initiative AALFAA EnterBraynMent - sowie in zahlreichen Anthologien, Zeitschriften & Zeitungen des In- und Auslands. Einige Titel: Visionen eines tapferen Ignoranten (1984), Die Brutalität der Idylle (1987), Memoiren eines Neugeborenen (1989), Eichendorff trinkt Clausthaler (1990), Duell der Komödianten (1993), Styropor für Sisyphos (1993), helicopter & symptome (1998), ALYCE oder Das zaghaft Unheimliche (2000), IRGEND (2000), Der Meerschwimmer (2005), Natyrlyche Ynspyratyonen (2006), Ballfüßler (2006), Duell der Komödianten (2007)

 

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Kontakt:

Karl-Heinz Schreiber, Sportplatzstr. 21 b, 63773 Goldbach

Telefon: 06021/56636, Email: schreiber.space@gmx.de

 

 

www.aalfaa.de

http://profile.myspace.com/karlyce

http://www.keinverlag.de/autoren.php?autor=6783

http://schrybyr.twoday.net/

http://lyrock.beepworld.de/

http://schrybyr.wordpress.com/

http://de.blog.360.yahoo.com/blog-siDsCZoieK63nh_O8AxsN6ouIB_5Pmc0oOD8

http://www.wer-kennt-wen.de/person

http://www.meinverein.de/profile/27850/home

 

 

T e x t p r o b e n :

 

 

DURCHSENKUNG

 

ich bin im

tiefsten ozean versunken

aber

 

ich weiß es

aber

 

der ozean weiß es

er drückt und überflutet

aber

 

er kann nicht anders und

ich atme nicht mehr ich

assimiliere passe mich

in den aggregatzustand

 

existiere

als organismus durch

den der gesamte ozean

hindurch muß

 

 

ANEKDOTE  VON  DER  UNLESERLICHKEIT

 

     man möchte es sich kaum vorstellen, aber es soll im laufe dieses jahrhunderts einen menschen gegeben haben – männlichen geschlechts und mitteleuropäscher herkunft wahrscheinlich – der ein schneller vielleser war. es ist gar nicht feststellbar, ob dieser jenige denn auch mit begeisterung gelesen habe – so unvergleichlich erstaunend war sein lesetempo. im verlauf weniger jahre nur hatte er alle bücher der welt gelesen. und er verlangte immer neue, so daß die schriftsteller gar nicht mehr mitkamen. dieser mensch las dann sogar alle heftchenromane und apothekerzeitschriften. er wird wohl bald fahrpläne und telephonbücher zur überbrückung lesen müssen. wenn man bedenkt, daß man schneller liest, als man schreibt, ist das soeben geschilderte doch durchaus vorstellbar.

 

 

 

 

 

Der Meerschwimmer
Roman

Wiesenburg-Verlag Schweinfurt
300 Seiten, broschiert
ISBN 3-937101-51-9
Preis: 18,80 €

 


  Blumberg, der Protagonist, fühlt sich in seiner normalen Lebensumgebung längst nicht mehr genügend

ernst genommen und merkt, daß er ohnehin auf jegliche Anerkennung längst verzichten kann. 
Also begibt er sich auf eine lange Fluchtreise, wodurch er sich allen Zusammenhängen entzieht und

in die unterschiedlichsten Entgrenzungen gelangt.
Blumberg ist der Schwimmer im Meer, der das Meer bewußt sucht, sich ihm ausliefert, anvertraut - 

eine Symbiose mit ihm eingeht! Er will sich finden, umgeben von diesen unauslotbaren Tiefen - kein

Horizont außer Himmel und Wasser. Die Frage ist, ob wir nicht alle gerne und dringend

Meerschwimmer sein möchten . . .

 

 

 

KAderHAderSchrybyr: Das dAdAlAmA

(AALFAA EnterBraynMent, Goldbach 2008) € 15.-
     Handverlesene Blätter, zartgelb mit schwarzer ungewöhnlicher Typografie - das Deckblatt in „tibetanischem Orange“ gehalten. Die einzelnen Buchstaben zudem mal in Fett gedruckt und zeitweilig in der Zeile versetzt.
     Verrückt , sollte man meinen, total abgefahren: Mit dem KAderHA hadernd - ja ja und wat is mit dem dAdAlAmA?. Auf den blauen Abschnittssegmenten ist das Lama abgebildet, mal quer, mal multipliziert mit langen Hälsen.     

     Dazwischen auch das Konterfei vom Dalailama, verzerrt oder als Ausschnitt.
     Der Dalailama spricht Lebensweisheiten und das Lama spuckt. Dazwischen liegen auch die 50 Texte dieser handverlesenen Ausgabe, die ringgebunden ist im DIN A4-Format. Auf dem angesprochenen Cover ist der Meister himself zu betrachten, wie er bei einer Veranstaltung rezitiert, natürlich mit Hut - wie denn sonst . . .

     In Abschnitte unterteilt: das Textangebot, das der Autor auf die Menschen spricht, die ihn lesen, besser noch hören: geballte poetische Leidenschaft!
Was erwartet den Leser, so er eine der Ausgaben erbeuten kann?

     Im ersten Abschnitt  'I WöDDä SPRäKKän' verwendet KHS eine eigene Form der Lautschrift, denn genau so rezitiert er die betreffenden Texte. Den Klang seiner Stimme muss der Leser zwangsläufig mitvollziehen.
      Wie das Wort geboren wurde, nachdem das Ohr gelernt hatte zu hören und der Mund eine andere Rolle übernommen hatte als die der Nahrungsaufnahme (Anmerkung des Verfassers)
/“aaam aaanfaaaang waaar daaas ooohr..../"

oder „SPRÄKKVERSUKKÄ“ 

Sinngemäß heißt es da:
„Wir haben noch gar nicht angefangen zu sprechen - wir sind noch beim vorsichtigen Vorformulieren“. Und dann werden die Zwischentöne angesprochen, mit denen kokettiert wird, wobei wir noch noch nicht gelernt haben, Sprache zu riskieren
Gedruckt ist das in vorbezeichneter Lautschrift.
Oder: „TROMMÄLN WÖRTÄR“
     Im zweiten Abschnitt geht es um 'SyNN Spyl RySyKO' (Sinnspielrisiko)

Ab diesem Abschnitt verwendet der Autor herkömmliche Typografie, so dass die Lese- und Verständnisgewohnheit nicht überbeansprucht wird.
'Pfui Geht Gut', ein Text mit Wort- und Sinnverdrehungen, die dem Leser ein verstehendes Lächeln entlocken mögen, wenn er weiß . . .
'Rhy  THMu  SaPPe  Lle'

sind dementsprechend Rythmusappelle, wobei Texte in stakkatoähnlichen Rythmen gesprochen und verstanden werden - LyRock eben . . .
Wer sich an Schreibers literarische Schreib-Terminologie gewöhnt hat, kann auch folgenden Abschnitt mühelos in seine Lese- und Hörgewohnheiten übersetzen:
'GeyT  ZeySTyGes   GeSoNGS'

(= Zeitgeistiges Gesongs) und 'laut gemalt' sind weitere Abschnitte, in denen der Autor mit Worten und Inhalten spielt und „literarisches Temperament“ erkennen lässt..

     Literatur kann zur Performance werden - zu Kunst, wenn sich Inhalte und Präsentation ergänzen und Bezug zum gesellschaftlichen Leben herstellen.

Hartmut T. Reliwette

 

 

Karl-Heinz (der) Schreiber