Stegemann

Mitgliederzurück



 

Wolf Stegemann

 

Jahrgang 1944, aufgewachsen in Rothenburg ob der Tauber, Redakteur in verschiedenen Medienbereichen: Presseagentur (langjähriger Aufenthalt in Athen und Istanbul), Gerichtsreporter in München, Buchredakteur im Berchtesgadener Land/Salzburg/Wien.

Seit 1975 im Ruhrgebiet (Dorsten) als Tageszeitungsredakteur tätig.

1979 Gründung der Literaturzeitschrift „Standorte“ in Gelsenkirchen; 1981 Gründung und Leitung der Forschungsgruppe Regionalgeschichte/Dorsten unterm Hakenkreuz und 1987 Ideengeber für ein jüdisches Dokumentationszentrum („Jüdisches Museum Westfalen“). - Mitglied im Kuratorium der „Tisa Gräfin von der Schulenburg-Stiftung“ und im Stiftungsvorstand der „Saalecker Werkstätten“.

Journalistenpreise für Reportagen und 2005 Verleihung des AWARD of CHANGE der „abc-Gesellschaft zur Förderung des Lesen- und Schreibenlernens in der 3. Welt e.V.“ für die „Leistung eines wichtigen Beitrags im Bereich der Bildung und Erziehung“, gleichsam „Auszeichnung für Anstöße, die Veränderungen bestehender Strukturen und gesellschaftlicher Verhältnisse bewirken“. –

Mehrere Buchveröffentlichungen zu den Themen Sakrale Kunst, Städtebilder, Judentum, Nationalsozialismus u. a. – Etliche Lyrikveröffentlichungen, darunter zwei Bände.

 

Wolf Stegemann

Redakteur, IFJ

Breslauer Str. 64

46284 Dorsten-Holsterhausen

Tel. und Fax: (02362) 78 75 70

www.wolf-stegemann.de

scriptoris@arcor.de

 

 

 

 

 

 

 

Gedicht- und Prosabände

 

       „Schreibmaschinentypen & sonst nichts", Marzoll 1971

       „Auf der Suche nach einem abgeschlossenen Raum“ (Lyrik und Prosa, Gelsenkirchen 1978

       „Empor ins Reich der Edelmenschen. 1912 besuchte Hitler in Wien einen Vortrag von Karl May.

        Eine Erzählung nach einer wahren Begebenheit“ (2000)

      „Heute mich, morgen dich. Eine Geschichte mit Scherenschnitten“, 2007

 

Seit 1970 zahlreiche Lyrik- und Prosaveröffentlichungen in deutschsprachigen Zeitschriften (Schweiz, Österreich, Deutschland, Israel, USA) und im Rundfunk (WDR, ZDF, Deutschlandfunk, Bayerischer Rundfunk, Südwestfunk, Österreichischer Rundfunk, Deutsche Welle).

 

 

Kritiken:

„Seine Texte sprechen mich an, vermitteln (...), sie machen mich hellhörig (...). Sie verpflichten den Autor, seinen Weg fortzusetzen. Sicherlich wird man noch von ihm hören (...).“

Österreichischer Rundfunk Wien, Studio Salzburg

 

„Seine Gedanken zeigen ihn als einen, dem die Sprache, das Handhaben von Worten leicht zu Gebote steht. Er greift mit seinen Gedichten nicht nach den hohen Regalen der kryptischen, der magischen, der intensiv-bildkräftigen Lyrik eines Trakl, Celan, einer Lavant, eines Malarmé (...). Aber es fehlt in seinen Gedichten auch jener zeitkritische pamphlethafte Ton eines jungen Enzensbergers ebenso wie der bare Unmut eines Erich Fried (...). Stegemann bekennt sich nicht zu jener Lyrik, die das Gedicht als Schwarzes Brett zeitkritischer Anklage versteht, als Austragsort ideologischer Proklamation und Diskussion. Seine Lyrik bekennt sich zum Prinzip des Spiels, zum Prinzip des gezielten Spiels (...).“

Dr. Dieter Hasselblatt, Deutschlandfunk Köln, „Lyrik heute“

 

„Die Leser seiner thematisch sehr vielschichtigen Verse fühlt sich in eine eigentümliche Welt versetzt: Da ist die Rede von einem bunten Hund, der sich auf den Kirchturm setzt, von Schaufensterpuppen, die sich unter die Passanten mischen. Man wäre versucht, wirklich eine flüchtige Traumwelt zu konstatieren, würde der bunte Hund nicht kleine Kinder fressen, wäre da nicht der alte Mann, der auf seine Schuhe spuckt, während seine Hände ein Brötchen teilen, gäbe es da nicht, die immer wiederkehrende Frau aus Vietnam – jung mit alten Augen‘ (...). Stegmanns Gedichte  zerplatzen wie ,Seifenblasenträume‘; sie weichen einer Realität, in der es elektrische Zäune und die Gleichgültigkeit der Fassaden gibt, in der man ,eines Tages ausgeschaltet‘ wird (...). An den Schluss dieses bemerkenswerten Lyrikbändchens hat der Autor das Gedicht ,der claqueur‘ gesetzt. Für diese Verse benötigt er keinen Claqueur (...)“

Gert Niers, New Yorker Staats-Zeitung und Herold, New York

 

„(...) Stegemanns Verse sind nicht spielerisch, lässig oder gar leicht und heiter dahingesagt, sie werden von schwermütiger Hoffnungslosigkeit regiert, von einer Tristesse, die nicht emotional, sondern rational wirkt (...) ein bemerkenswerter Autor.“

Westfalenspiegel, Münster

 

(...) Stellt ein Gedichtband wie derjenige des in der Bundesrepublik lebenden Wolf Stegemann einen ausgesprochenen Glücksfall dar. Die Gedichte sind zu einem überwiegenden Teil in der Mitte zwischen reiner Wortdichtung und assoziativem Text angesiedelt, wobei hervorzuheben ist, dass insbesondere die Dichte des Ausdrucks und die saubere Linienführung bestechen (...).“

Hanns Schaub, Baseler Zeitung, Basel

 

„Immer deutlicher erweist sich Wolf Stegemann als einer der wichtigsten und repräsentativsten Lyriker und Prosaisten seiner Generation; nicht nur der deutschen, sondern auch der internationalen Szene. Seine neuen Gedichte und seine Kurzprosa sind durch eine ungewöhnliche literarische Leichtigkeit gekennzeichnet – doch nur scheinbar. Seine heiter ironischen Bilder werden gleichzeitig zu scharfen Röntgenaufnahmen des Wirklichen (...).“

Dr. Ute Waffenschmidt, ZDF, arte